Ein Schnellschnitt kann für die Zeit von Mo – Fr von 7.00 bis 14.00 Uhr lang- oder kurzfristig angemeldet werden. Jedoch spätestens am Vortag erfolgt telefonisch eine konkrete terminliche und personelle Absprache sowie die Durchsage der Patientendaten. In Ausnahmefällen und bei sich ergebender kurzfristiger Notwendigkeit einer Schnellschnittuntersuchung wird diese unter Vorbehalt der Möglichkeiten durchgeführt.

Das für einen Schnellschnitt vorgesehene Gewebe wird nativ im Transportgefäß mit Begleitschein angenommen.

Transport: Wir haben in unseren Kliniken Schnellschnittlabore vor Ort im OP-Bereich, sodass hier ein direkter Kontakt zum Operateur besteht sowie eine optimale Befundübermittlung gesichert ist.

Durchführung: Vom Pathologen wird das Untersuchungsmaterial makroskopisch bearbeitet und zugeschnitten. Bei Verdacht auf Melanome werden Tupfpräparate für Spezialfärbungen oder Untersuchungen angefertigt. Mittels einem Gefrierschnittgerät (Kryostat) wird das Gewebe sofort labortechnisch bearbeitet, um beurteilbare Schnitte zu erhalten. Nach Abschluss der Untersuchung wird vorhandenes Restgewebe mit Formalin fixiert und der weiteren Laborarbeit zugeführt.

Übermittlung: Die nachfolgende histologische Begutachtung führt zu einer ersten Diagnosefindung, welche telefonisch  oder auch mündlich in den OP-Bereich weitergeleitet wird. Für eine optimale zeitnahe Befundübermittlung wird gesorgt. Die Daten der Befunddurchsage, Uhrzeit der Übermittlung, Name des entgegennehmenden Verantwortlichen und Erstdiagnose werden dem späteren Befund beigefügt.

Besonderheiten und Hygiene: Bei einer Schnellschnittbearbeitung wird auf strengste Einhaltung der Desinfektions- und Hygienevorschriften beim Umgang mit nativem Untersuchungsmaterial geachtet. Die Bestimmung bei der Bearbeitung von Material mit radioaktiven Substanzen (Sentinel-Lymphknoten) sind zu beachten und einzuhalten.